Mittwoch, 6. Mai 2009

Los gehts mit dem Dirndl




Ab Freitag, den 13. September 2013 gibt es das Kinderdirndl Ebook Vroni von mir.
Enthalten sind die Schnittmuster von Größe 74 bis 158 für das Dirndl und eine Bluse und eine sehr ausführliche bebilderte Schritt für Schrittanleitung.



 Den Schnitt rauspausen war sogar noch schlimmer, als ich gedacht habe. Der wahre Alptraum. Zum Glück sind es pro Größe nur 3 Teile. Für Rock und Schürze sind keine Schnitte nötig. Dazu später mehr.


Als erstes mache ich das Oberteil, auch Leiberl genannt. Die Teile werden jeweils aus dem Leinen (musste ich sofort versäubern, er franst wie verrückt) und dem Futterstoff zugeschnitten. Bei Erwachsenendirndeln werden werden Futter und Oberstoff aufeinandergelegt und wie ein Stoff behandelt, weil dann oft noch Abnäher oder Nähte verändert werden müssen, um eine gute Passform zu bekommen. Bei einem Kinderdirndl nehme ich das Futter als Beleg. Nur die Seiten lasse ich offen, damit es weiter oder enger gemacht werden kann. Also nähe ich nur den Armausschnitt und den Halsausschnitt rechts auf rechts aufeinander. Alles umdrehen und knappkantig absteppen. All das kennen wir doch alle schon von diversen Kleidern.
Oft werden in die Rückennähte und an die Ränder Paspel eingesetzt, aber das war mir für mein erstes Probedirndl zu aufwändig. Beim Nächsten dann.


Anprobe, Seiten schließen und jetzt sieht das Leiberl so aus. Sitz, wackelt und hat Luft (aber wenig). Den Beleg für Knöpfe und Knopflöcher habe ich auch schon umgebügelt.





Vroni durfte sich schon mal Silberknöpchen aussuchen. Wir haben viele - eine richtige Schatzkiste. Ich hätte einfach verschiedene genommen, oder die kleinen Silberkugeln rechts unten, aber Vroni will die kleinen Taler in der Mitte.
Um den Halsausschnitt will ich Froschmäulchen (eine handgemachte Borte) machen. Ich konnte vor vielen Jahren verschiedene handgemachte Borten, musste sie öfter mal machen, aber ich habe das komplett vergessen. Ich habe meinen 80 jährigen Vater (ehemaliger Trachtenschneider - aus seiner Schneiderei stammt das gesammte Material des Dirndls) angerufen, der mir uralte Unterlagen darüber schicken will. Ich hoffe, sie sind nicht in altdeutscher Schrift geschrieben.


Und das wird meine Arbeit heute Abend - den Rock handreihen (wird auch stifteln genannt).
Auch dafür habe ich mir Infos von meinem Vater geholt, aber mehr zur Berechnung des Stoffverbrauchs
Trachtenstoffe, diese teueren Handdrucke, gibt es fast nur in 90 cm Breite. Für ein Kinderdirndl werden 2 Bahnen in der passenden Länge (hier 65 cm, da der Saum bei Dirndln 10 bis 15 cm sein soll) zusammengenäht. Ich will 5 Reihen reihen. Also habe ich mir einen passenden Streifen Reihstoff (es kann aber auch ganz normaler Karostoff verwendet werden) geschnitten und am oberen Rand aufgenäht. Aber nicht über die gesammte Stoffbreite, weil unter der Schürze nicht gereiht, sondern nur ein paar große Falten gelegt werden.
Zum Glück habe ich in meinem Fundus diesen farblich passenden Zwirn gefunden. Ansonsten muss man Knopflochseide nehmen. Normaler Nähfaden ist nicht reissfest genug.

Ihr wisst was ich heute mache. Blöd, dass ich keinen Fingerhut habe. Ich hoffe, ich schaffe den gesamten Rock heute. Vielleicht hat ja jemand Lust, mir zu helfen? Mit der Hand nähen, gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Montag, 4. Mai 2009

Projekt Kinderdirndl nähen



Ab Freitag, den 13. September 2013 gibt es das Kinderdirndl Ebook Vroni von mir.
Enthalten sind die Schnittmuster von Größe 74 bis 158 für das Dirndl und eine Bluse und eine sehr ausführliche bebilderte Schritt für Schrittanleitung.



 Obwohl ich die Tochter eines Trachtenschneiders bin, habe ich noch nie im Leben ein Dirndl genäht (nähe überhaupt erst seit 3 Jahren etwas anderes wie Vorhänge). Das muss sich ändern. Vroni hat als Einzige in der Familie kein passendes Dirndl mehr. Und sie und ihre beste Freundin wollen Dirndl im Partnerlook. Stoffe und Zutaten habe ich genug aus der Schneidereiauflösung meines Vaters. Oben sieht man einen kleine Teil davon.

Die beiden Mädchen haben sich die Stoffe oben ausgesucht: rosa Leinen für das Leiberl (Oberteil), moosgrüner BWdruck mit rosa und weissen Streublümchen für den Rock und rosa Batistschürze.
Dabei hat mir Vroni erst erklärt, sie mag ab sofort kein rosa mehr!!

Dann braucht man noch dünnen Futterstoff für das Oberteil und Reihstoff (auch Hansl genannt) für den Rock und vielleicht die Schürze. Die Stoffe kommen heute noch in die Waschmaschine, denn Kinderdirndl müssen waschbar sein.

Der Schnitt ist aus der aktuellen Dirndl Revue von Stapf, Modell Gretel. Allerdings werde ich den Rock nur wadenlang nähen.


Die Schnitte werde ich heute kopieren, während sich die Stoffe in der Waschmaschine drehen. Grauenvoll (siehe Bild!!!), wo ich doch sonst fast nur Einzelschnitte kopiere. Leider ist in dieser Zeitschrift keine Einzelanleitung sondern nur eine allgemeine Anleitung "Wie nähe ich ein Dirndl" vorhanden. Damit kann ich natürlich so gut wie nichts anfangen. Also muss ich mir meine vorhandenen Dirndl genau ansehen und "einfach" nachmachen. Bin gespannt, ob das klappt?

Hier seht ihr meinen Mann und mich letztes WE in Tracht und das arme Vrönchen ohne Dirndl.
Ich muss gestehen, das war seit vielen Jahren das erste mal, dass ich mich meiner Familie zu Liebe, wieder in ein Dirndl gezwängt habe. Warum, zeige ich euch demnächst.

Festlich gekleidete Töchter

Wie versprochen, noch ein paar Fotos von der Kommunion vor einer Woche. (Franzis ganzer Stolz - endlich ein Handy zum fotografieren, Musik hören, Bilder ansehen und vielleicht auch mal zum Telefonieren.)
Die Armstulpen wollte Franzi mit der Spitze vorne und eine Schlinge für die Finger.
Der Vorteil, wenn man die Kleinste ist , Franzi führt die Kommunionkinder an.
Zum Kleid gabs noch ein farblich passendes Piajäckchen aus Zottelchen, das wir trotz Sonne dringend brauchten.


Blick auf die tolle Schnürung. Das Oberteil habe ich entgegen den Vorgaben des Schnittes (Roos 5003)nicht mit Belegen gearbeitet, sondern komplett gedoppelt und zusätzlich den Spitzenstoff darüber gelegt. Nur unter der Schnürung habe ich die Spitze weggelassen. So hat das Oberteil mehr Stabilität.
Obwohl das Kleid eigentlich sehr schlicht ist, im Gegensatz zu vielen anderen Kleidern, wurde ich letzte Woche mehrfach auf dieses "tolle Kleid" angesprochen.

Vroni bekam auch ein neues Kleid (ja, die Pippijade passt noch), eine bunte Feliz und ....
...Lisa ein lindgrünes Leinenkleid. Den Schnitt hat sie sich aus einer alten Burda ausgesucht. Das Kleid hat eingesetzte Godets, wie auch das Kommunionkleid, ist dadurch oben schön enganliegend und unten gemütlich weit. Es hat ganze 3 Meter Leinen verbraucht! So viel Stoff habe ich noch nie für ein Nähprojekt gebraucht.
Leider habe ich von Beiden noch keine besseren Bilder. Die reiche ich bei Gelegenheit nach.

Donnerstag, 30. April 2009

Umschwärmt...

...wird Silkes tausendschöne Milli auf ihrem Pilz, von vielen Schmetterlingen.

Eine Ivy und eine Hilde für meine Vroni, falls der Sommer wieder zurück kommt.

Hier noch mal Milli auf ihrem Velourpilz. Vroni hat fleissig Schmetterlinge gestanzt. Leider sieht man auf dem Bild gar nicht, wie schön die Punkte auf dem Pilz funkeln.

Die Rückseite.


Ein toller, leichter Jeansstoff von Buttinette - superweich und strechig und mit vielen kleinen Löchern. Hatte nur einen kleinen Coupon und habe gerade 2 Ivys rausbekommen. Hoffentlich gibt es noch etwas beim nächsten Besuch.
Bei schönem Wetter gibt es noch angezogenen Fotos und bis dahin ist auch die 2. Kombi für Franzi fertig.

Samstag, 18. April 2009

Pimp-My-Shirt-Pyjama-Party...

...hat Franzi ihre Geburtstagsparty genannt. Übernachtung und Shirt pimpen, standen auf dem Programm.

Vorher aber das übliche Programm wenn Kinder zu uns kommen- Tiere, Trampolin und Pizza und Kuchen essen.

Ab 19 Uhr wurde dann gebastelt. Mit Stofffarben, Strasssteinchen und Velours (fertige und selbsgeschnittene). Strassmotive waren eindeutig der Renner bei den 9-jährigen. Stundenlang wurden geduldig Steinchen gelegt, Velourmotive ausgeschnitten und mit Stoffarben gemalt. Erst nach 22 Uhr musste ich die Kinder zwingen, aufzuhören, damit sie noch "Lissy und der wilde Kaiser" sehen konnten. Um 24 Uhr lagen dann alle im Matrazenlager. Um 7 Uhr früh!!!! habe ich schon wieder nackte Beinchen durchs Haus huschen hören. Als ich irgendwann ins Wohnzimmer komme, sitzen da wieder alle Mädchen und haben im Schlafanzug an den Shirts weiter gebastelt.
Hier die stolzen Mädchen mit ihren Shirts. Leider kann man die vielen Strssmotive nicht richtig erkennen. Aber alle Shirts sind wunderschön und einzigartig geworden. Ich war ehrlich überrascht, über die Ausdauer der Mädchen.
Beim Abholen um 11 Uhr gabs sogar Tränen. Alle sind sich einig: Nächstes Jahr wollen sie wieder eine "Pimp-My-Shirt-Pyjama-Party" .....oder lieber vielleicht sogar schon in den Pfingstferien?

Hier noch ein kleiner Tip für Velourmotive:
Es gibt, wie links im Bild zu sehen, Schneidewerkzeug (z.B. Shapecutter von Fiskars), das absolut ungefährlich für Kinderhände ist, weil das Messer verdeckt ist und womit man sehr leicht schneiden kann. Dazu gibt es Schablonen mit den unterschiedlichsten Motiven. Das Messer kann so eingestellt werden, dass nur das Velour geschnitten wird und die Folie darunter ganz bleibt.

Aus der gelben Schablone kann man z.B. aus unterschiedlichen Farben einen Schmetterling basteln, die blaue hat seitlich einen Wellenrand...

Die Teile vom Entgräten sammeln, denn damit kann man ganz toll noch kleine Teilchen stanzen. Geht ohne die Folie sowieso viel besser.


Natürlich können auch die Velours noch verschönert werden.
Das Shirt ganz oben und der Ausschnitt hier, wurden von meiner 5-jährigen gestaltet.